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Audio 2000 - 2009

Eels - Ordinary Man

Nov-13-2010

From "Hombre Lobo (2009)"

Monster sind auch nur Menschen. Mark Oliver Everett, Songwriter und Sänger der amerikanischen Band Eels, wollte Songs über Sehnsucht ("Desire") schreiben und versetzte sich dafür in die Rolle eines Werwolfs.

Ordinary Man ist der letzte Song des dabei entstandenen Konzeptalbums Hombre Lobo, das die vergebliche Suche eines Außenseiters nach Liebe und Wärme schildert - am Ende erkennt der Protagonist, dass ihm die Erfüllung in diesem Leben versagt bleiben wird. Er ist eben kein "gewöhnlicher Mensch".

Das Album bietet nicht nur großartige Songs mit sich festsetzenden Melodien, sondern ist dank seiner Bildhaftigkeit und präzisen Beobachtung gleichzeitig großes Kino: Man denkt unwillkürlich an bekannte Filmmonster wie Frankenstein und King Kong, denen Liebe und Zugang zur Gesellschaft aufgrund ihres "Andersseins" verwehrt bleiben.

Ich weiß nicht, ob Everett seinen Zyklus als "gesellschaftliche Bestandsaufnahme" verstanden haben möchte, oder ob es sich um eine Aufarbeitung der eigenen Gefühlslage handelt; in jedem Fall ist die Platte ein herzzerreißendes Tagebuch einer verzweifelten Seele. Traurig-schaurig-schöneres gab es in 2009 nicht zu hören.





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The Ghost Of Fashion

Feb-19-2009

Clem Snide, 2001

Clem Snide

"Clem Snide" ist die Gruppe des in Israel geborenen, aber in den USA aufgewachsenen und lebenden Sängers/Songwriters Eef Barzelay. "The Ghost Of Fashion" war deren drittes Album, das aber, wie die Vorgänger, zwar von der Kritik gelobt, vom breiten Publikum aber weitestgehend ignoriert wurde.

Ein tragischer Fall, denn Barzelay lamentiert und spöttelt sich derartig hingebungsvoll (und augenzwinkernd) durch eine Reihe großartiger Songs, dass es eine Freude ist. Das hat Witz, Melodie, Stil und Klasse. Und macht süchtig ...

Clem Snide werden dem "Alternative Country" zugeordnet, und das macht Sinn, denn das Konzept erinnert durchaus an Projekte wie Uncle Tupelo oder Eels. Man findet aber auch Parallelen zu den Velvet Underground, und das nicht nur in den etwas härteren Stücken, sondern besonders in den Balladen, die so sanft und melodisch daherkommen wie "Pale Blue Eyes".

"Ghost Of Fashion" läuft bei mir seit zwei Wochen und wächst mit jedem Tag. Meine Favoriten: "Curse Of Great Beauty", "Joan Jett Of Arc" und "Junky Jews".

[Clem Snide at Wikipedia]







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Sea Change

Jul-29-2005

Beck, 2003

sea change

Es war vorbei mit lustig, hatte sich ausgekaspert. Beck, der spöttische Clown und distanzierte Analytiker, schlug auf Sea Change auf einmal ernste Töne an, sang von Tod, Abschied und Verlassenwerden. Und das ganz ohne Sarkasmus. Was war passiert?
Zerbrochene Beziehung, hörte man munkeln. "Alles Quatsch", beteuerte Beck und stritt jeden Zusammenhang ab. So etwas kennen wir, unsere Künstler wollen sich zwar mitteilen, aber sie wollen nicht ertappt werden. Es soll uns letzlich auch egal sein, warum, Sea Change ist jedenfalls ein Meisterwerk, mit atemberaubend schönen Melodien und kunstvoll-raffiniert arrangiert. Becks Gesang kommt ganz ohne das ihm sonst eigene Augenzwinkern, bleibt aber seltsam distanziert und entrückt. Das ist gut, denn aufgesetztes Pathos hätte die Wirkung dieser Platte nur beeinträchtigt.

Wer einen DSL-Anschluss hat und weiß, wo er zu suchen hat, kann übrigens Ship In A Bottle finden - dieser Song entstand während der Sessions zu Sea Change, wurde aber rätselhafterweise von Beck nicht mit auf das Album gepackt. Angeblich passte er nicht zu den anderen Songs.





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[Audio 2000 - 2009]

Love Is Hell

Jul-26-2005

Ryan Adams, 2004

love is hell

Love Is Hell ist das Protokoll des Verzweifelns an einer Krise - die aber, wie der Zuhörer mit Erleichterung feststellt, keine künstlerische ist, sondern eine existenzielle. Das Leben ist die Krise, und Adams lässt uns an seiner Rat- und Orientierungslosigkeit teilhaben. Zum ersten Mal seit dem Weggang von Whiskeytown hat er dafür das einengende Country-Gewand völlig abgestreift und eine reine Pop-Platte gemacht (Pop im Sinne von Blood On The Tracks oder Born To Run). Eine Häutung, die ihm gut getan hat, weil sie ihm neue Möglichkeiten eröffnete, die er dann auch konsequent nutzte. Das Album entstand in zwei Sessions mit zwei verschiedenen Bands in New York und New Orleans, Produzent war jeweils John Porter, der überragende Arbeit geleistet hat und Adams Stimme und Songs den passenden Rahmen gegeben hat. Zum ersten Mal kann Adams die hohen in ihn gesetzten Erwartungen auch auf Platte erfüllen, und es wird klar, warum Elton John ihn als Genie bezeichnet. Und singen tut er sowieso wie niemand mehr seit dem jungen Elvis.

Die Plattenfirma indes weigerte sich, Love Is Hell zu veröffentlichen. Nicht kommerziell genug, hieß es. Schließlich einigte man sich auf einen seltsamen Kuhhandel: Adams begab sich für drei Tage ins Studio und nahm auf die Schnelle das elende Album Rock And Roll auf (das seinen Namen zu Unrecht trägt, denn statt echten Rock And Roll gibt es nur dümmliche Rock-Riffs, die zudem noch derart pfuschig abgemischt sind, dass es beim Hören weh tut). Die Plattenfirma jedoch war zufrieden und veröffentlichte dieses peinliche Machwerk, eine Woche später erschien ein Teil der Aufnahmen aus den Love-Is-Hell-Sessions auf Mini-CD, wenig später der Rest. Erst in 2004 gab es alle Aufnahmen auf einer CD.





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