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Audio 1970 - 1979

Maggie Mae

Jun-06-2010

Rod Stewart, 1970

Ein junger Mann verfällt älterer Frau und kommt nicht mehr von ihr los ... ist das nicht, wovon jeder Teenager träumt? Rod Stewart zeigt die Schattenseite: Die "ältere Frau" missbraucht ihn, um ihrer Einsamkeit zu entkommen, und der junge Mann suchte eigentlich nur Orientierung ("helping hand"), eine Mutter. Und jetzt ist er ein Liebhaber, der zwar ahnt, dass draußen das Leben auf ihn wartet und ihm viel mehr zu bieten hat. Aber er kann sich nicht mehr losreißen, verpasst die Schule und die Möglichkeit, in eine Rockband einzusteigen. Er ist verzweifelt, weil er sein Dilemma erkennt, und er reflektiert, dass es besser wäre, er hätte 'sie' niemals getroffen. Ausgang offen ...

Rod Stewart macht die Dramatik der Situation mit diesem (von ihm geschriebenen) Song unmissverständlich klar. Ohne künstlichen Pathos und mit so viel echter Seele, dass man erschauert. Und eigentlich gar nicht weiß, ob man diesen jungen Mann nun bedauern oder beneiden soll.

Ja, Rod Stewart war mal ein richtig Guter. Zuerst in der Jeff Beck Group, dann mit den Faces, und dann auf seinen ersten Soloalben. Aber dann entschied er sich, das Song-Schreiben aufzugeben und zu einem schmierigen Schnulzensänger zu verkommen. Schade, denn er hat ohne Zweifel eine der besten Stimmen des Rock überhaupt.

[Lyrics "Maggie Mae"]



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[Audio 1970 - 1979]

Philip Catherine

Mar-03-2010

European Swing

Ich habe Philip Catherine in den 70ern und 80ern in verschiedenen Formationen live gesehen, und er hatte stets eine Rotweinflasche in Reichweite. Aber er swingte wie der Teufel! Technisch war er versiert, aber kein "Crack" wie Al Di Meola oder Larry Coryell. Aber er hatte diese lyrische Note, die sein Spiel mühelos über alle anderen Gitarristen seiner Zeit hob.

Ich war vernarrt in seine ersten Platten "September Man" (1974) und "Guitars" (1975), die streng genommen Jazz-Rock boten, aber eine typisch europäische Variante mit melodischem Ansatz und einer wundervollen melancholischen Aura.

Leider sind diese wundervollen Platten niemals auf CD erschienen, und die Vinyl-Fassungen sind unbezahlbar.

Zu meinem unfassbaren Glück habe ich jetzt bei youtube.com einen Radiomitschnitt von "Homecomings", dem besten und bekanntesten Track von "Guitars", gefunden! Was für eine Melodie, was für Harmonien!





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[Audio 1970 - 1979]

Blood On The Tracks

Jun-09-2006

Bob Dylan, 1975

blood on the tracks

Die vorangegangenen fünf Jahre waren keine guten gewesen für Dylan. Irgendwie hatte er den Faden verloren, die Sujets, mit denen er es in den Sechzigern zum Kultstatus gebracht hatte, waren erschöpft, und er fand keine neuen. Also hatte er auf Familie gemacht, Gewicht zugelegt und lustlos ein überflüssiges (New Morning), ein grauenhaftes (Self Portrait) und ein halbherziges (Planet Waves) Album veröffentlicht.

Diese Phase des künstlerischen Stillstandes und privaten Glücks fand ein abruptes Ende mit der Trennung von seiner Frau Sara. Plötzlich stand Dylan allein und mit leeren Händen da - er musste wieder rausgehen, wenn er nicht vor die Hunde gehen wollte. Und das tat er. Das Resultat ist Blood On The Tracks.

Dylan singt hauptsächlich über sich, zeigt sich verletzlich und setzt sich mit seiner Situation als öffentlicher Mensch und mit seinen privaten Problemen auseinander. Und das ohne Sentimentalität, aber diesmal auch ohne aufgesetzte Coolness und größtenteils sogar ohne sich hinter einem imaginären Alter Ego zu verstecken. Gleich der Opener, Tangled Up In Blue, fasst das Irren und die Wirren eines ganzen Lebens zusammen. Der Sänger rennt seiner Liebe hinterher und wird darüber zu einem Heimatlosen, den es ruhelos durch die Welt treibt. Als er sie dann zufällig in einer Bar wiedertrifft, erkennt sie ihn nicht einmal wieder. Oder doch? Das versöhnliche Gegenstück zu Tangled Up In Blue ist Shelter From The Storm. Hier trifft der durch die Welt Reisende eine Fremde, die ihm ungefragt seine Sehnsüchte erfüllt: "I came in from the wilderness, a creature void of form. 'Come in', she said, 'I'll give you shelter from the storm!'".

Blood On The Tracks enthält keine schwachen Songs, nach Meinung der meisten Kritiker und Fans ist es sogar eins seiner stärksten Alben überhaupt. Wie unsicher Dylan zu der Zeit indes war, zeigt die Tatsache, dass er das Album kurz vor der Veröffentlichung zurückzog und erneut ins Studio ging, um einige der Songs neu aufzunehmen.





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[Audio 1970 - 1979]

Bridge Over Troubled Water

Apr-09-2006

Simon & Garfunkel, 1970

bridge over troubled water

Der Schwanengesang des ungleichen Duos, von einem Partner (Simon) gezielt und nicht ohne Maliziosität inszeniert, vom anderen (Garfunkel) ahnungslos mitgetragen. Wenig später waren Simon & Garfunkel Geschichte, Paul Simon hatte seinem Partner den Laufpass gegeben. (Tatsächlich thematisieren einige Songs, nur leicht verschlüsselt, den von Simon beschlossenen, aber noch nicht erklärten Abschied - Garfunkel will es nicht bemerkt haben.)
Diese Platte war aber noch einmal eine Großtat, und sie war das Werk Paul Simons. Wehmütig, nachdenklich, und auch erwachsener als die Platten zuvor. Neben absoluten Klassikern wie "The Only Living Boy In New York", "The Boxer" und dem Titel-Song sind auch Peinlichkeiten ("El Condor Pasa") und Banalitäten ("Cecilia") enthalten, aber die können den Gesamteindruck kaum trüben. Den Abschluss bildet die etwas naive, von Simon ganz allein zur Gitarre vorgetragene Ballade "Song For The Asking". Simon allein auf der Bühne, bevor das Licht erlosch und der letzte Vorhang fiel. Der Mann verstand sich auf große Gesten.

Bridge Over Troubled Water war indes die letzte musikalische Großtat Simons. Er, der auf allen Platten fast alles allein gemacht hatte, kriegte ohne seinen Partner nichts wirklich Bewegendes mehr hin und suchte schließlich Zuflucht in Weltmusik. Seine Fans hätten es ihm sagen können, denn sie hatten es schon immer gewusst - Garfunkels Beiträge zu den Platten mögen klein gewesen sein, aber waren ausschlaggebend. Erst durch sie entstand die Magie, die uns verzauberte.





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[Audio 1970 - 1979]

Bitches Brew

Jul-03-2005

Miles Davis, 1970

bitches brew

Als Bitches Brew 1970 auf den Markt kam, wurde sie als erste Jazz-Rock-Platte angepriesen. Ein Missverständniss, das wohl zum Teil auf Unverständnis beruhte ... aber sicherlich auch listig von Davis provoziert wurde. Das Cover wies eine frappierende Affinität auf zum Cover von Abraxus, des etwa zeitgleich erschienenen Latin-Rock-Albums von Santana, außerdem prangte auf der Besetzungsliste mit John McLaughlin der Name eines jungen britischen Gitarristen, der kurz zuvor mit Tony Williams und Jack Bruce in der Tony William's Lifetime seine Rock-Kompetenz unter Beweis gestellt hatte (und wenig später mit seinem Mahavishnu Orchestra echten Jazz-Rock spielte).

Tatsächlich enthält - und hier wird sie ihrem Namen gerecht - Bitches Brew eine nie gehörte Melange verschiedener Einflüsse. Die Musiker - darunter Wayne Shorter, Herbie Hancock, Joe Zawinul, Chick Corea, Dave Holland und Billy Cobham - spielen teilweise frei, teilweise modal, es gibt polyrhythmische Tracks und Funk-Anleihen, und alles wirkt manchmal unorganisiert und aus der Situation entstanden. Hier und da gibt es sogar zaghafte fernöstliche Anleihen. Feste Arrangements sind die Ausnahme. Das Ergebnis ist für den offenen und neugierigen Hörer eine außerordentlich faszinierende und spannende Angelegenheit.

Mit Rock hat das allerdings so wenig zu tun wie Eine kleine Nachtmusik mit Blues. Trotzdem schaffte Bitches Brew - wohl auf Grund seines Rufs - den Einzug in die Plattensammlungen vieler Rock-Jünger. Honi soit qui mal y pense ...

Gegönnt sei es Davis natürlich. Bitches Brew war sein letzter kommerzieller Erfolg, bevor er sich später für Jahre in sein New Yorker Appartment einschloss und nur seinem Dealer Zugang gewährte.

2004 erschien THE COMPLETE BITCHES BREW SESSIONS als 4-CD-Box. Ein Muss für jeden, der schon das Original-Doppelalbum zu schätzen wusste!





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