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Im Rausch der Stille

Albert Sanchez PiñolEin Buch, das mich durch eine Banderole auf sich aufmerksam machte ("Platz 1 der spanischen Hitliste, seit x Wochen in den TopTen, in 27 Sprachen übersetzt, etc."). Neugierig schlug ich es auf und las den ersten Satz : "Wir ähneln denen, die wir hassen, mehr als wir denken."

Dieser Einstieg (dessen volle Bedeutung sich übrigens erst zum Schluss des Buches offenbart, was ich damals aber natürlich nicht wusste) reichte, um mich zum Kauf zu bewegen. Eine gute Entscheidung, denn so nahm ich teil an den äußerst fesselnden und sehr ungewöhnlichen Geschehnissen auf einer einsamen Insel in der Nähe von Kap Hoorn: Ein irischer Freiheitskämpfer, frustriert von der eigenen Sache, nimmt einen Job als Wetterbeobachter auf eben dieser Insel an. Zu seiner Überraschung findet er bei seiner Ankunft die kleine Wetterstation verlassen und verwildert vor, sein Vorgänger, der dort ein Jahr gewohnt haben muss und nun eigentlich mit dem Schiff zum Festland zurückkehren soll, ist verschwunden. Stattdessen stößt er am anderen Ende der Insel auf einen Leuchtturm, von dessen Existenz ihm nichts gesagt worden war. Der dort hausende Wärter gibt sich jedoch abweisend und feindlich.

Der Freiheitskämpfer zieht also in das Wetterhaus ... und wird in der ersten Nacht von seltsamen Kreaturen ("Froschmenschen") attackiert. Er muss um sein Leben kämpfen. Am nächsten Morgen kann er den Leuchtturmwärter überreden, ihn aufzunehemn, und sie verteidigen sich nun gemeinsam gegen diese regelmäßig jede Nacht auftauchenden Angreifer. Angewidert stellt er fest, dass der Leuchtturmwärter sich eine dieser Kreaturen als Sklavin hält und es offenbar mit ihr treibt.

Der Kampf, den die beiden Männer nun gemeinsam führen (und ohne sich dabei näher zu kommen) scheint aussichtslos, denn die Anzahl der Kreaturen wächst stetig an, und nach einem halben Jahr haben sie ihre Munition verbraucht und eigentlich mit dem Leben abgeschlossen. Da macht der Freiheitskämpfer eine Beobachtung ...

Mehr will ich nicht verraten. Das Ende bringt einige überraschende Wendungen, die zunächst rätselhaft erscheinen. Erzählt wird die Geschichte in einer lebendigen, präzisen Sprache aus der Sicht des Freiheitskämpfers.

Reine Abenteuergeschichte oder philosophische Parabel? Das mag jeder selbst entscheiden. Funktionieren tut das Buch auf beiden Ebenen. Trotz des geheimnisvollen Endes hinterlässt es beim Leser keine Unzufriedenheit, sondern reizt zum 2. Lesen. Bei 250 S. macht man das auch gerne. (Rainer Bublitz 10/2005)

Anmerkung von kallebx: (ACHTUNG, Spoiler!!!) Ich habe das Buch ein zweites Mal gelesen, und es drängt sich eine ganz andere Interpretation auf. Vielleicht spielt sich das gesamte Geschehen lediglich in der Phantasie des ein Jahr auf der einsamen Insel ausharrenden Freiheitskämpfers ab? Das würde durchaus Sinn machen und auch den Titel des Buches erklären. (Rainer Bublitz 07/2006)

Autor: Albert Sanchez Piñol
Original: La pell freda (Barcelona 2002)
Deutsche Ausgabe: Frankfurt am Main 2005 (S. Fischer Verlag)
Übersetzung aus dem Katalanischen: Angelika Maass
ca. 250 S.

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