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CandyHouse Vintage (R.I.P.)

Die Martin-Ebert-Ära (1987 - 1992)

Alles begann, als ich Ende 1987 Martin kennen lernte. Wie ich liebte er The Velvet Underground, und außerdem spielte er Gitarre und besaß sogar Band-Erfahrung. Als wir uns zum ersten Mal im Wohnzimmer mit unseren akustischen Gitarren trafen, spielte und sang er These Boots Are Made For Walking, und das haute mich um. Es war so ziemlich das Coolste, was ich je gehört hatte, und ich beschloss spontan, mit diesem Kerl eine Band aufzumachen. Es brauchte etwas Überredung, aber schließlich gab er seinen Widerstand auf. Dann ging alles schnell: Wir kauften uns E-Gitarren und kleine Verstärker, verpflichteten zwei Bekannte (von denen der eine, Mark Braun, zu dem Zeitpunkt noch gar kein Instrument spielte; der andere, Patrick ???, spielte Drums in einer Jazz-Combo) zum Mitmachen, mieteten uns einen Übungsraum in einer leer stehenden Fabrik, und los gings. Unsere Vision: schroffer, harter Rock 'n' Roll und daneben zarte, hingehauchte Balladen. Alles unter strikter Vermeidung gängiger Klischees, aber dennoch POP. Also der typische Velvet-Underground-Sound eben.

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Martin und ich in action auf einer Fete. Im Hintergrund Sylvester und Reemt

Im Sommer 1988 hatten wir unseren ersten Gig im Delmenhorster "Kerem". In Ermangelung eines Basses traten wir mit drei E-Gitarren und Drums auf, Martin sang dazu über selbstgebaute Gesangsboxen. Wir spielten Stücke der Velvet Underground, der Stooges, von Nick Cave und von Nancy Sinatra & Lee Hazelwood. Unser für hiesige Ohren (Delmenhorst ist eine typische "Mucker"-Stadt, hier dominieren Blues-, Metal- und Top-Ten-Bands) ungewohnter Sound wurde mit erstaunten Gesichtern zur Kenntnis genommen, aber endlich auch mit Applaus bedacht. Und das, obwohl wir nicht in unserer eigentlichen Lautstärke spielen konnten - nach den ersten Takten war nämlich der Veranstalter auf die Bühne gestürmt und hatte gedroht, uns den Strom abzudrehen, wenn wir nicht leiser spielten.

Anschließend verließen uns Mark und Patrick. Unseren nächsten Gig im Kerem bestritten Martin und ich mit der Unterstützung zweier echter Könner der Delmenhorster Szene (Oliver Rulfs und Frank Dziemba).

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Und noch eine Fete. Andrea am Mikro. Sie kam eines Abends in unseren Übungsraum spaziert und war nach ein paar Probe-Songs Bandmitglied. An den Drums Lothar, links sieht man die Instrumente von Reemt und Martin

Es folgte eine Zeit mit ständig wechselnden Besetzungen. Namen, an die ich mich erinnere: Reemt Kronhardt (Bass), Sylvester "Stallone" (Drums), Andrea Schwanzer (Vocals), Lothar Gründel (Drums), Oliver Rulfs (Bass), Olaf Haake (Bass, Keyboards, Akkordeon, Trompete), Gisela Schmees (Violin). Ich fing an, Songs zu schreiben, wir spielten auf Feten, und am Ende stellte sich die Konstellation Martin-ich-Andrea-Olaf-Lothar als die langlebigste heraus. Unser Sound wurde differenzierter, aber die Wucht der Anfangstage ging verloren. Es gab Streitereien über die musikalische Richtung und Eifersüchteleien. 1991 sagte ich, genervt von den ständigen Auseiandersetzungen und der daraus folgenden Stagnation, adieu. Ich hatte die Schnauze gestrichen voll.

Keine Gruppe, kein Übungsraum und kein Ziel. Ich machte eine Weile gar nichts, dann traf ich mich mit verschiedenen etablierten Musikern der Delmenhorster Szene, aber die Resultate waren ernüchternd. Die Musiker spielten zwar kompetent und routiniert, aber meine Soundvorstellungen konnte ich ihnen nicht begreiflich machen. Außerdem wurde von mir erwartet, selber zu singen, was überhaupt nicht ging. Ich bin kein Sänger und schon gar kein Frontman. Nach einiger Zeit nahm ich wieder Kontakt zu Andrea und Lothar auf und wir experimentierten mit anderen Musikern, aber alles war halbherzig und lustlos. Andrea entschwebte (zwecks Studiums) nach Berlin.

Die Ulli-Tepelmann-Ära (1994 - heute)

Da lernte ich Ulli kennen, einen sehr fähigen Musiker (Gitarre, Bass, Klavier, Mundharmonika) und ausgezeichneten Sänger. Er liebte, wie ich, Dylan, und wir fingen an, an einem neuen Programm zu arbeiten. Soundmäßig orientierten wir uns dabei am Dylan der Jahre 65 - 70.

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Ist es Dylan, ist es Neil Young? Nein, es ist Ulli!

Nach einigen kurzen Intermezzi mit verschiedenen Bassisten und Schlagzeugern kamen 1996 mit Manfred Schuster und Volker Öljen zwei versierte Leute in die Gruppe. Beide hatten große Erfahrung, Knackpunkt war allerdings, dass sie eigentlich mit Tanzmusik Geld verdienen wollten. Wir machten einen Deal und beschlossen, zweigleisig zu fahren: Einerseits ein eigenes Program mit eigenem Sound auf die Beine stellen, daneben tanzbare Oldies spielen. Klappte auch ganz gut, zumindest die zweite Hälfte des Deals. Wir schafften uns Unmengen an Oldies drauf, hatten ein paar Auftritte. Trauriger Höhepunkt: Ein 8-stündiger Auftritt zu Vatertag in einem Ausflugslokal (bei dem Klischees nicht vermieden, sondern tunlichst bedient wurden). Leider musste ich aber feststellen, dass Manfred und Volker nicht daran dachten, ihren Teil der Vereinbarung einzuhalten. Sie wollten nur noch Tanzmusik machen. Das war - zumindest bis heute - das Ende von candyHouse.

Seitdem mache ich mit Ulli Hausmusik. Ohne große Ambitionen, ohne Stress, aber mit viel Spaß (wie man hier hören kann).

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