Start Impressum Sitemap     Rainer Bublitz     News    
Rainer Bublitz

Navigation
News 2012 News 2011 News 2010 News 2009 News 2008 Cinema Cinema 1920 - 1939 Cinema 1940 - 1949 Cinema 1950 - 1959 Cinema 1960 - 1969 Cinema 1970 - 1979 Cinema 1980 - 1989 Cinema 1990 - 1999 Cinema 2000 - 2009 Cinema 2010 - 2019 Bücher Krimis 2000 - 2009 Krimis 2010 - 2019 Pandora im Kongo Im Rausch der Stille Meine Schwester ist ein Engel Comics Carl Barks Hansrudi Wäscher Games Ico Tomb Raider Featuring Lara Croft Baphomets Fluch 1 & 2 The Ages of Myst Die Tomb-Raider-Serie Audio Audio 1920 - 1939 Audio 1940 - 1949 Audio 1950 - 1959 Audio 1960 - 1969 Audio 1970 - 1979 Audio 1980 - 1989 Audio 1990 - 1999 Audio 2000 - 2009 Audio 2010 - 2019 TV-Kult Kommissarin Lund I - Das Verbrechen Mit Schirm, Charme & Melone Raumpatrouille Orion Fotos Ritterhude Street Chicago Wilhelmshaven Kochen Erbsensuppe mit Champignons Kartoffelsuppe Sparta Schwäbische Spätzle Pute Indisch mit Linsen und Banane Paprika Chinesisch mit Geflügelfleisch Spinat und Schafskäse in Blätterteigbett Hasenpfeffer auf schwäbische Art Home Frau Katze I Frau Katze II Mein Freund Kalle CandyHouse Under Spanish Arcades CandyHouse Vintage CandyHouse 2000 Garageband Links

Extern
b-sites Lost In The Andes Das Lakritzlabor
random

Klick mich!

made_on_a_mac

Valid HTML 4.01 Strict
Valid CSS!

There Will Be Blood

Abgründe

There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood There Will Be Blood

there will be blood Der Film schildert 25 Jahre im Leben des Silbersuchers Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis), der dank seiner Beharrlichkeit, Skrupellosigkeit und seiner beeindruckenden manipulativen Fähigkeiten zum Öl-Tycoon aufsteigt ... und sich auf diesem Weg zum Misanthropen, Säufer und paranoiden Selbstzerstörer entwickelt. "I'm Finished", sind seine letzten Worte, und das ist das erste Mal, dass der Film - wenigstens ansatzweise - Stellung bezieht, es ist die erste und einzige Szene mit Symbolgehalt.

In den gut 2 1/2 Stunden davor hat der Zuschauer miterlebt, wie Plainview zufällig auf eine Ölader stößt, ein Baby adoptiert (später erfahren wir, dass dies schon Berechnung ist, er benutzt den Adoptivsohn, um sich das Vertrauen der Menschen zu erschleichen), wie er Menschen betrügt und Freunde verrät, seinen erwachsenen Sohn verstößt und sogar Morde begeht. Man erlebt seinen verbissenen (und gleichermaßen sinnlosen) Kampf mit dem religiösen Fanatiker Eli Sunday (grandios: Paul Dano). Das Ende ist bitter, Plainview bezahlt seinen wirtschaftlichen Erfolg mit Einsamkeit und endet als hoffnungsloser, sabbernder Trinker, von der Welt verstoßen und vom Glauben verlassen.

Man denkt unwillkürlich an "Citizen Kane", aber im Gegensatz zu diesem Film gibt es in There Will Be Blood kein Rosebud, es werden keine Kausalitäten dargestellt und man erfährt nichts über Plainviews Triebfedern. Seine Herkunft und seine Vergangenheit bleiben völlig im Dunkeln. Nur an einer Stelle, als er sich seinem vermeintlichen Bruder öffnet, kann der Zuschauer einen Blick in Plainviews Seele werfen, als er bekennt: "Ich sehe immer das Schlechte im Menschen". Warum das so ist, erfährt man nicht.

Der Film verlangt dem Zuschauer Einiges ab. Es dauert 14 Minuten, bis das erste Wort gesprochen wird, und man muss schon sehr genau hinschauen und sich konzentrieren, wenn man der Handlung folgen will. Aber auch dem aufmerksamen Zuschauer kann man nur empfehlen: Guck dir den Film mehrfach an, achte auf Details.

Genau das dürfte allerdings dem echten Filmliebhaber leicht fallen, denn There Will Be Blood ist wohl der am schönsten fotografierte Film, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Die Bilder sind von unglaublicher Authenzität und lassen die Welt aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts Wirklichkeit werden.

Über jeden Zweifel erhaben sind auch die darstellerischen Leistungen. Day-Lewis spielt auf den Punkt und ohne Übertreibungen und gibt einen geradezu beängstigenden Plainview, aber auch alle anderen Rollen werden superb und glaubhaft dargeboten.

Kein Film in 2007 hat derart polarisiert wie There Will Be Blood, die Kritiken reichten von völligen Verrissen über verständnisloses Kopfschütteln und "anspruchsvoll, aber schwer verdaulich" bis zur euphorischen Hochstilisierung als "Jahrhundertmeisterwerk". (Bei www.imdb.com rutschte er gar unter die Top 250, wo er zur Zeit Platz #129 belegt).

Die heftigen, teilweise geradezu wütenden Verrisse sind ohne Zweifel das Ergebnis enttäuschter Erwartungen - nicht nur der Erwartungen an den Regisseur von Boogie Nights, sondern der Erwartungen an einen Film überhaupt. Ich kann nur empfehlen: Wer Kino liebt, sollte sich diesen Film auf keinen Fall entgehen lassen. Der Film ist ein Erlebnis, und mehrfaches Anschauen Pflicht. (Rainer Bublitz 08/2009)

USA 2007

Originaltitel: There Will Be Blood

Regie: Paul Thomas Anderson

Darsteller: Daniel Day-Lewis, Paul Dano, Barry Del Sherman, Paul F. Tompkins, Kevin Breznahan

© 2005 - 2012 rainerbublitz