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From Hell

Trip in die Hölle

from hellLondon 1888. In den nächtlichen Straßen der englischen Metropole geht ein unheimlichen Killer um, der Prostituierte abschlachtet und ausweidet. Inspector Fred Abberline (Johnny Depp), ein über den Tod seiner Frau nicht hinweggekommener Mann, der seine Depressionen mit Opium, Absinth und Laudanum bekämpft, macht sich, unterstützt von Sergeant Peter Godley (Robbie Coltrane), an die Aufklärung. Bald wird ihm klar, dass der Täter keineswegs unter den Armen der Stadt, sondern in den feineren Kreisen zu suchen ist. Bei seinen Vorgesetzten stößt er mit dieser Erkenntnis auf wenig Gegenliebe, und schließlich wird ihm der Fall sogar entzogen. Abberline - der sich inzwischen in die Prostituierte Mary Kelly (Heather Graham) verliebt hat - gibt jedoch nicht auf und ermittelt auf eigene Faust weiter. Was ihm fast das Leben kostet, denn nun hat er sehr mächtige Feinde ...

Der echte Jack The Ripper ist, wie wir alle wissen, nie gefasst worden, aber seine Legende lebt, und es kursieren Unmengen an Theorien über seine Identität und seine Motive. From Hell greift eine dieser Theorien auf und liefert eine schlüssige und durchaus plausible Erklärung. Der Zuschauer wird lange im Unklaren gelassen ... obwohl sehr aufmerksame Beobachter schon nach der Hälfte des Films gut versteckte, aber eindeutige Hinweise finden können. Spannend bleibt es trotzdem bis zum Schluss.

Der Film ist nichts für schwache Nerven. Er zeichnet ein düsteres und hässliches und gleichzeitig sehr glaubhaftes Bild vom Leben in London Ende des 19. Jahrhunderts. Dabei bleiben uns auch Schreckensbilder nicht erspart. Wobei nur schwer zu entscheiden ist, was uns mehr abstößt - die blutigen Metzeleien des Rippers ("Bevor er ihr die Kehle durchschnitt, entfernte er ihre Einnahmequelle") oder die unvorstellbar grausamen medizinischen "Behandlungen", denen wehrlose Menschen zwangsunterzogen werden (natürlich im Namen der Menschlichkeit ... dass man dabei unliebsame Personen auf legale und "humane" Weise mundtot machen kann, ist ein willkommener Nebeneffekt). Dadurch, dass diese Albträume in "ästhetischen", sorgfältig arrangierten und mit Licht- und Farbeffekten verfremdeten Bildern auf uns losgelassen werden, werden sie nicht leichter verdaubar.

Von einem "Splatter-Movie", der auf Schockeffekte aus ist, kann bei From Hell trotzdem nicht die Rede sein. Das liegt zum einen an der anspruchsvollen (und zur Konzentration zwingenden) Geschichte, zum anderen an der genauen und überzeugenden Charakterzeichnung. Sowohl Depp als auch Coltrane wirken echt und glaubhaft und ziehen uns durch ihr Spiel in die Handlung hinein, lassen uns mitfühlen und mitfiebern. Das gilt mit Abstrichen auch für Heather Graham, obwohl die von ihr dargestellte Bordsteinschwalbe eindeutig zu "edel" und "kultiviert" ist.

Wenn ich überhaupt etwas an dem Film zu bemängeln habe, dann die optische Opulenz, die gelegentlich die Handlung zu erdrücken scheint. Wir sehen wunderschöne, sorgfältig konzipierte Bilder (darunter, dank moderner Computertechnik, auch die Skyline vom alten London mit rotem Himmel), wir sehen raffinierte Farbeffekte (wenn Abbyline den "Drachen jagt", erscheinen seine Visionen von den bevorstehenden Morden durch einen Grünfilter), und wir sehen erschreckend ästhetische Einstellungen vom Ripper im Gegenlicht, seine Kontur mit Zylinder dabei vor einem farbigen Hintergrund. Keine Frage, das IST schön, aber ich habe mich doch einige Male gefragt, ob nicht hier und da Stilerwägungen über den Inhalt gestellt wurden.

From Hell kann in jeder Hinsicht mit Genre-Klassikern wie Das Schweigen der Lämmer und Sieben mithalten und ist allen, die intellegenten Horror lieben, vorbehaltlos zu empfehlen. (Rainer Bublitz 10/2005)

USA/UK/CZCH 2001

Originaltitel: From Hell

Regie: Albert Hughes, Allen Hughes

Darsteller: Johnny Depp, Heather Graham, Robbie Coltrane,
Ian Holm, Ian Richardson, Jason Flemyng

Dia-Show

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