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Im Reich der Sinne

Tödliches Liebesspiel

im reich der sinneDer Film spielt in Japan im Jahr 1936, und der Inhalt ist schnell erzählt: Mann liebt Frau, Frau liebt Mann. Am Ende tötet die Frau den Mann. Eine Liebesgeschichte also, mit tödlichem Ausgang - und bei der, anders als in den meisten Filmen, statt verklärender Romantik die Sinnlichkeit der Beziehung im Vordergrund steht.

Wegen der expliziten Darstellung von Sexualität und Gewalt wurde der Film nach der Uraufführung beschlagnahmt, es entbrannte eine verlogene und unlogische Diskussion, ob es sich bei dem Werk um "Kunst" oder "Pornographie" handelt. (Diese Unterscheidung setzt implizit voraus, dass nicht der Inhalt, sondern einzig die Intention eines Werkes über seine Klassifizierung entscheidet. Diese Ansicht kann man teilen ... tatsächlich wurde aber ja die Diskussion gerade wegen des Inhalts des Films ausgelöst, war also scheinheilig.)

Selbst wenn man einmal berücksichtigt, dass 1976 andere, strengere Maßstäbe galten, so war der Vorwurf der Pornographie schon damals absurd. Heute wirkt er geradezu lächerlich. Okay, wir können den beiden Protagonisten einige Male dabei zusehen, wie sie ihrer neuen Lieblingsbeschäftigung nachgehen, aber das wirkt - verglichen mit wirklicher Pornographie - lächerlich harmlos und niemals wie für die Kamera inszeniert. Wir sehen eben eine Liebesbeziehung, und das mit aller Schonungslosigkeit, fernab jeder verklärenden Romantik.

Inzwischen ist der Film natürlich längst rehabilitiert und wird als "Kunst" akzeptiert. Ob er als Kunstwerk auch geglückt ist, ist freilich eine andere Frage.
Was die formale Seite angeht, kann man dies in jedem Fall bejahen. Der Film fasziniert durch eine teilweise atembraubende Ästhetik, alle Szenen wirken sorgfältig komponiert, die Kamera kommt mit wenigen Einstellungen aus und lässt dem Zuschauer Zeit, das Geschehen auf sich wirken zu lassen. (Tatsächlich hatte ich teilweise das Gefühl, einer Theateraufführung beizuwohnen.)

Trotzdem blieb ich seltsam unberührt. Irgendetwas fehlte, und am Ende fragte ich mich, worum es in dem Film eigentlich ging, was der Regisseur sagen will. Die beiden Protagonisten haben keine Geschichte, keine Identität, ihre Psychologie und sozialer Hintergrund werden konsequent ausgeblendet, und es gibt auch keinen gesellschaftlichen Kontext. (Nur am Rande, wenn in einer kurzen Sequenz Soldaten durch die Straßen marschieren, wird man daran erinnert, dass 1936 das Jahr des Putsches gegen den japanischen Kaiser war. Die Liebenden kümmerts offenbar wenig.) Anders als andere "Skandalfilme" seiner Zeit ("Das große Fressen", "Der letzte Tango in Paris", "Peeping Tom") hat der Film keinen verstörenden Inhalt. Nicht das Gezeigte ist die Botschaft, sondern allein die Tatsache, dass es gezeigt wird. Damit hat der Film erfolgreich ein Tabu seiner Zeit gebrochen - die Herzen der Zuschauer hat er allerdings nicht erreicht. Daran ändert auch der Schluss nichts: Wenn die Frau ihren Geliebten - mit dessen Einverständnis! - "aus Leidenschaft" erdrosselt, so wirkt das einfach nur unglaubwürdig. Wenn es dafür eine stimmige Erklärung gibt, dann habe ich sie übersehen. Vielleicht war es aber auch nur der Versuch, eine banale Geschichte aufzuwerten.

Sehenswert ist der Film dennoch, schon allein wegen seiner Ästhetik. Außerdem gewährt er sehr interessante Einblicke in das Japan von 1936. Wie authentisch diese sind, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen. (Rainer Bublitz 05/2005)

F/Japan 1976

Originaltitel: In the Realm of the Senses

Regie: Nagisa Oshima

Darsteller: Eiko Matsuda, Tatsuya Fuji

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