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Die Tomb-Raider-Serie

Eine Heldin unter Vertrag

Der überwältigende - und in dieser Dimension nicht erwartete - Erfolg von Tomb Raider Featuring Lara Croft verlangte natürlich nach Nachfolgern. Eidos legte sich ins Zeug und brachte schon im Herbst 1997 mit Tomb Raider II Starring Lara Croft ein neues Abenteuer der rothaarigen Heroin auf den Markt. Laras Polygonenzahl hatte sich leicht erhöht, sie beherrschte ein paar neue Moves, und die Jagd nach dem "Dolch des Xian" führte sie in die Chinesische Mauer, in das sommerliche Venedig, auf einen Bohrturm, in ein verlassenes Schiffswrack und ins eisige Tibet. Erstmals hatte sie es auch mit menschlichen Gegnern zu tun. Die Story war etwas schwächer und einige der Levels wirkten etwas uninspiriert zusammengeschustert, insgesamt war TR II aber ein würdiger Nachfolger.

Lara Croft

Überraschung! Auf der Chinesischen Mauer tummeln sich nicht Touristen, sondern Tiger und giftige Spinnen. Außerdem gibt es dort zahlreiche ziemlich hässliche (weil tödliche) Fallen. Erklärt das, weshalb Lara auf keine Touristen stößt? (aus TR II)

Ein Jahr später erschien Tomb Raider III Adventures of Lara Croft, und zum ersten Mal reagierten die Fans etwas enttäuscht. Die Geschichte - Lara musste aus vier Artefakte in aller Welt zusammensuchen - war kaum nachvollziehbar, und wenn auch die Orte, die sie dafür aufsuchte (Indischer Dschungel, Area 51, das nächtliche London, eine Insel im Südpazifik, die Antarktis) durchaus attraktiv waren und jede Menge Spannung garantierten, so hatten sie doch einen entscheidenden Nachteil: Es gab dort weder Gruften noch Gräber. Die ehemals einsame Abenteuerin war zu einer Art weiblichen James Bond verkommen. Spielenswert und spannend war das Spiel aber trotzdem.

Lara Croft

Die Schwim- menden Inseln führen Lara in eine surreale Albtraumwelt. Hier schimmern die Wände giftgrün, unerträgliches Stöhnen wabert durch die Räume und steinerne Wächter erwachen unvermutet zum Leben. Das gehört mit zum Spannendsten und Gruseligsten, was die gesamte Serie zu bieten hat (aus TR II)

Mit Tomb Raider IV - The Last Revealation (1999) kehrte die Serie zu alten Tugenden zurück. Die Geschichte war genial (und etwas hintersinnig): Aus Übermut und Dummheit befreit Lara den ägyptischen Rachegott Seth aus seiner Grabkammer. Dieser üble Bursche macht sich nun sofort daran, das Leben auf der Welt zu vernichten. Lara muss ihn wieder einsperren, bevor er seine Pläne umsetzen kann. Dafür ist sie ausschließlich in Ägypten unterwegs, und zwar sowohl unterirdisch in dunklen Gruften, als auch oberirdisch. Der Schock kommt zum Schluss - gerade, als Lara ihre Arbeit vollbracht hat und die Pyramide, in der der finale Zweikampf stattgefunden hatte, verlassen will, bricht diese über ihr zusammen und begräbt sie. Ein Aufschrei ging durch die Spielerwelt - wollte Eidos die Heldin etwa sterben lassen? War das das Ende der Serie?

Eidos hüllte sich in Schweigen und hielt die Spieler hin. Ende 2000 erschien die sehnlichst erwartete Fortsetzung Tomb Raider - The Chronicles ... und brachte keine Klärung dieser für die Spieler essentiellen Frage. Anstelle der Auflösung des Cliffhangers aus TR IV gab es vier kurze, nicht zusammenhängende ältere Abenteuer der abenteuerlustigen Archäologin, die durch eine abstruse Rahmenhandlung, in der ehemalige Weggefährten ihr Ableben betrauern, zusammengehalten wurden. Zumindest zwei der Abenteuer (Rom, irische Dämoneninsel) hatten Potential, aber waren einfach zu kurz. Ein anderes Abenteuer (russische Marinestation) war mittelmaß, und die letzte Episode in einem modernen Hochhaus war äußerst gewöhnungsbedürftig und hatte nichts mehr mit klassischem Tomb Raiding zu tun. Für die meisten Anhänger war dies der bisherige Tiefpunkt der Serie. Immerhin aber lag dem Spiel endlich der lange geforderte Leveleditor bei. Die Fans konnten sich nun ihre eigenen Levels bauen.

Lara Croft

Wie man auf diesem Schnappschuss aus dem indischen Dschungel sehr gut erkennen kann, darf Laras Zopf vollkommen natürlich schwingen. Zum Leidwesen der Fans wollte Core diese Bewegungs- freiheit Laras Busen nicht spendieren (aus TR III)

Offenbar suchte Eidos nach neuen Wegen. Lara war längst zu einem Markenartikel geworden, durch Werbeverträge und Merchandising wurden Millionen umgesetzt. Dummerweise waren aber die Verkaufszahlen rückläufig. Die Graphik-Engine des Spiels war in die Jahre gekommen und konnte mit den neuen Standards nicht mehr konkurrieren. Eidos verordnete der Serie eine Radikalkur und kündigte für 2002 ein Tomb Raider mit zeitgemäßer Graphik und neuem Spielprinzip an.

Angel of Darkness kam mit einem Jahr Verzögerung auf den Markt und wurde ein katastrophaler Flop. An Tomb Raider erinnerte so gut wie nichts mehr, außer dass die Hauptakteurin eben Lara Croft hieß. Statt in Gräbern rumzukriechen, leistete sie nun in Paris und Prag Detektivarbeit bei der Auflösung einer geheimnisvollen Mordserie. Und das mit einer hakeligen Steuerung und einer Graphik-Engine, die schon in dem Moment, als das Spiel erschien, nicht mehr up-to-date war. Neue Fans konnten so nicht gewonnen werden, die alten wandten sich ab mit Grausen und spielten lieber Custom-Levels.

Ein Debakel mit Folgen. Eidos trennte sich umgehend von Core Design, in dessen Studios Angel of Darkness entwickelt worden war, und kündigte einen weiteren Neuanfang für 2005 an. Beauftragt mit der Entwicklung wurde Crystal Dynamics, ein amerikanisches Tochterunternehmen von Eidos. The Legend (Frühjahr 2006) versöhnte die Fans tatsächlich etwas, denn das Spiel setzte wieder verstärkt auf Abenteuer in verfallenen Ruinen und wies eine erheblich bessere Steuerung als der missglückte Vorgänger auf. Dummerweise war der Spieler nicht mehr mit Lara allein - Crystal war auf die dämliche Idee verfallen, Lara über Funk mit einem pausenlos albernes Zeug labernden Typen zu verbinden. Dadurch wurde die Chance auf echte Spannung sinnlos vertan. Das Feuer, das die ersten Teile der Serie bei Millionen Spielern in aller Welt gezündet hatten, konnte so nicht neu entfacht werden. The Legend ist ein nettes, aber letzten Endes mittelmäßiges Spiel.

Lara Croft

Schock in der Abendstunde! Die "Vergessene Stadt Tinnos" ist keineswegs so verlassen, wie der Name suggeriert (aus TR III)

Ich selbst hatte nach The Chronicles jegliches Interesse an der Serie verloren. Gelegentlich spiele ich Teile aus den alten Spielen oder hole mir einen Custom-Level (von denen einige erstaunlich professionell sind und den Originalen an Spannung und Spielspaß in nichts nachstehen), und das reicht mir. (Rainer Bublitz 05/2006)

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