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News 2010

Åke Edwardson - Toter Mann

Nov-26-2010

Berlin 2010 (Original: "Nästan död man", Stockholm 2007)

Toter Mann

Ein mit laufendem Motor auf einer Brücke abgestellter PKW, ein Nachbarschaftsstreit und schließlich ein erster Mord ... Kommissar Erik Winter und sein Team brauchen eine Weile, um eine Verbindung herzustellen. Und noch etwas länger brauchen sie, um zu ahnen, dass das alles mit dem mysteriösen Verschwinden eines jungen Mädchens vor vielen Jahren zusammenhängt.

Ja, Toter Mann ist ein typischer Kommissar-Winter-Krimi, und dementsprechend langsam entwickeln sich die Dinge. Der Leser verfolgt die detektivische Aufklärungsarbeit und erfährt obendrein noch einiges über die privaten - und nicht unerheblichen! - Probleme der Ermittler.

Beide Stränge sind spannend, wenn man so etwas mag. Schaden kann es dabei nicht, mit der Serie vertraut zu sein, denn Edwardson gibt sich kaum die Mühe, die Personen und ihre familiäre Situation einzuführen. Er setzt voraus, dass man damit vertraut ist.

Sprachlich und stilistisch ist das alles sehr ansprechend, Edwardson (den ich für stärker als Mankell halte) versteht sich ausgezeichnet darauf, glaubwürdige Dialoge zu schreiben und Nuancen rüberzubringen. Etwas nervig fand ich allerdings seinen Tick, besonders am Anfang sehr viele Kapitel mit "er" oder "sie" anzufangen und den Leser längere Zeit darüber im Unklaren zu lassen, von wem denn nun die Rede ist. Das erschwert unnötig die Orientierung.

Aber dann. Bis zu Seite 480 (von 540) lief alles noch glaubwürdig und nachvollziehbar ab, aber dann sackte alles schlagartig auf kitschiges Grochenheftniveau ab - Kommissar Winter zog, ohne erkenbare Not, allein los, um sich dem finalen Show-down mit dem Täter zu stellen. Das gab Gelegenheit zu fragwürdiger "Action", aber ich fragte mich, was das soll - soll dadurch Spannung erzeugt werden? Ein Autor wie Edwardson hat solche billigen Wendungen jedenfalls nicht nötig, denn Spannung ergibt sich eigentlich schon aus der Geschichte. Drängen die Verlage auf solche billigen Tricks?

Ich habe dafür einen Abzug von zwei Punkten erwogen ... es dann aber bei einem belassen.

Trotzdem ist Toter Mann sehr lesenswert, wenn man einen "langsamen" Erzählstil mag.

Bewertung

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[Krimis 2010 - 2019]

Elsebeth Egholm - Der Menschensammler

Nov-16-2010

Berlin 2010 (Original: "Liv og Legeme", Kopenhagen 2008)

Der Menschensammler

In Århus wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, der man die Augen (samt Augenlidern) und die Knochen der Beine herausgeschnitten hat. Der Leser erlebt, wie die Hauptprotagonisten - die Journalistin Dicte Svendsen und Kommissar John Wagner und sein Team - unabhängig voneinander - Nachforschungen anstellen, um das Motiv für die posthume Verstümmelung zu enträtseln. Dabei fragt sich der Leser verzweifelt, wie groß die Tomaten auf den Augen der Ermittler eigentlich sind, denn das Motiv für die Organentnahme ist bereits nach sehr kurzer Zeit sonnenklar. Fragt sich also nur noch, wer der Täter ist.

Auch in dieser Hinsicht wird die Erwartung des Lesers enttäuscht, denn anstelle einer spannenden Täterfrage wird ihm eine konstruierte Spur in rechtsradikale Kreise serviert. Die Auflösung nach rund 420 (von 440) Seiten ist entsprechend wirre und überhaupt nicht nachvollziehbar.

Richtig, es geht um illegalen Organhandel. Eigentlich ein brisantes Thema, dessen reale Problematik die Autorin aber zu keinem Zeitpunkt nahebringt. Stattdessen füllt sie endlose Seiten mit Nebenepisoden, in denen sie offensichtlich versucht, die Figuren mit Leben zu füllen - und auch das misslingt, denn alle Charaktere bleiben schemenhaft und agieren unwirklich und völlig unglaubwürdig. Ein trauriger Höhepunkt ist erreicht, als die Autorin weismachen will, Dicte Svendsen erwäge tatsächlich, im Austausch gegen Infos über den Täter eine Niere spenden zu wollen.

Zum Schluss, als der Täter ermittelt, aber noch nicht gefasst ist, versucht Dicte Svendsen, ohne ersichtlichen Grund, ihn auf eigene Faust dingfest zu machen. Das ist nicht mit der Realität vereinbar und derartig hanebüchen, dass es weh tut.

Das Buch ließ bei mir zu keinem Zeitpunkt Spannung aufkommen, und auch sprachlich war es derart platt und oberflächlich, dass ich mich zwingen musste, es zu lesen. Ich habe keine Ahnung, warum die Autorin in Dänemark so hoch gehandelt wird. Immerhin, die Originalausgabe erschien in Deutschland lediglich als Paperback, und das belegt das Urteilsvermögen hiesiger Verleger.

Bewertung

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[Krimis 2010 - 2019]

Eels - Ordinary Man

Nov-13-2010

From "Hombre Lobo (2009)"

Monster sind auch nur Menschen. Mark Oliver Everett, Songwriter und Sänger der amerikanischen Band Eels, wollte Songs über Sehnsucht ("Desire") schreiben und versetzte sich dafür in die Rolle eines Werwolfs.

Ordinary Man ist der letzte Song des dabei entstandenen Konzeptalbums Hombre Lobo, das die vergebliche Suche eines Außenseiters nach Liebe und Wärme schildert - am Ende erkennt der Protagonist, dass ihm die Erfüllung in diesem Leben versagt bleiben wird. Er ist eben kein "gewöhnlicher Mensch".

Das Album bietet nicht nur großartige Songs mit sich festsetzenden Melodien, sondern ist dank seiner Bildhaftigkeit und präzisen Beobachtung gleichzeitig großes Kino: Man denkt unwillkürlich an bekannte Filmmonster wie Frankenstein und King Kong, denen Liebe und Zugang zur Gesellschaft aufgrund ihres "Andersseins" verwehrt bleiben.

Ich weiß nicht, ob Everett seinen Zyklus als "gesellschaftliche Bestandsaufnahme" verstanden haben möchte, oder ob es sich um eine Aufarbeitung der eigenen Gefühlslage handelt; in jedem Fall ist die Platte ein herzzerreißendes Tagebuch einer verzweifelten Seele. Traurig-schaurig-schöneres gab es in 2009 nicht zu hören.





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[Audio 2000 - 2009]

Åsa Larsson - Bis dein Zorn sich legt

Nov-08-2010

München 2010 (Original: "Till dess din vrede upphör", Stockholm 2008)

bis dein zorn sich legt

Kiruna, im schwedischen Winter: Ein junges Paar taucht in einem zugefrorenen See nach einem Flugzeugwrack. Doch jemand verschließt über ihnen das Loch im Eis, und sie kommen jämmerlich um.

Staatsanwältin Rebecka Martinsson ermittelt, unterstützt von der Polizistin Anna-Maria Mella, in der kleinen zugeschneiten Gemeinde und findet wertvolle Hinweise, die schließlich zur Aufklärung führen, in der Vergangenheit.

Dies war mein erstes Buch von Åsa Larsson, und das stellte sich als kleines (aber nicht entscheidendes) Manko heraus, denn Martinsson und Mella haben offensichtlich eine gemeinsame Vergangenheit, auf die zwar oft angespielt wird, die man aber nicht wirklich verstehen kann, wenn man die vorausgegangenen Romane nicht kennt. Mich hat das Buch trotzdem gefesselt. Brillant fand ich die Idee, den Mord aus der Sicht der ermordeten Wilma zu schildern - so etwas kann zwar in die Hose gehen, aber ist hier sehr überzeugend umgesetzt worden (und tatsächlich übernimmt Wilma im Laufe des Buchs immer wieder die Rolle der Erzählerin). Alle Charaktere werden plausibel und nachvollziehbar dargestellt und dem Leser nahegebracht, und überhaupt ergibt die gesamte Geschichte einen Sinn. Auf echte Logiklöcher bin ich jedenfalls nicht gestoßen.

Kleinere Probleme hatte ich mit der Sprache. Auf den ersten Seiten war ich von dem Stil, der mich stark an E. Annie Proulx erinnerte, zwar noch fasziniert, aber im Laufe des Buches ging der Autorin offensichtlich die Luft aus, und die "assoziativen" Bilder, die anfangs regelrecht bezauberten, wurden zusehends platter und wirkten dann maniriert und aufgesetzt. Als störend empfand ich auch etliche scheinbar willkürliche Wechsel der Erzählperspektive.

Aber ich habe das Buch gern gelesen und kann es nur empfehlen. Es ist allerdings, auch wenn es einige Tote gibt, eher ein Drama als ein Thriller.

Bewertung

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[Krimis 2010 - 2019]

candyHouse

Nov-05-2010

Analoge Aufnahmen ca. 1997

Ich habe heute in den Archiven gewühlt und einige Aufnahmen aus ca. 1997 gefunden. candyHouse bestand damals aus Ulli Tepelmann, Manfred Schuster, Volker Öeljen und mir, bei den Aufnahmen handelt es sich um Mitschnitte im Übungsraum. Aufgenommen haben wir damals mit einem einfachen Cassetten-Rekorder mit "automatischer Aussteuerung"; einige Aufnahmen wurden auch mit einem Camcorder gemacht.

Ich habe die Aufnahmen mit Garageband bearbeitet, aber viel war nicht mehr zu machen. Hörenswert sind sie trotzdem - und für alle damals Beteiligten auch wohl sehr interessant:

[CandyHouse]

Kommissarin Lund I - Das Verbrechen

Nov-04-2010

"Forbrytelsen", Denmark | Norway | Sweden 2007

Kommissarin Lund I - Das Verbrechen

Gleich der Vorspann macht klar: Es wird düster werden ...

Als Kommissarin Lund I - Das Verbrechen im deutschen Fernsehen lief, schaltete ich nicht ein, weil ich es nicht mag, jeweils eine Woche auf die Fortsetzung zu warten. Aber als ich jetzt die Gelegenheit hatte, mir alle Folgen auf DVD anzusehen, griff ich zu. Und war derart gefesselt, dass ich die Fernsehzeitung keines Blickes mehr würdigte, sondern jeden Abend voller gespannter Erwartung eine DVD einlegte.

Ja, die Serie ist unglaublich spannend, und wie es sich gehört, wird der Täter erst ganz zum Schluss entlarvt.

Hier habe ich meine Eindrücke aufgeschrieben (und keine Angst, es gibt KEINE Spoilers!):

[Kommissarin Lund I - Das Verbrechen]

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[TV-Kult]

The Way of Life HD (361 Grad Respekt)

Oct-16-2010

TheWindchanger Produktions, 2010

Eine gute Sache unterstütze ich gern, und darum poste ich hier dieses Video gegen Rassismus, das von fünf 14-/15-jährigen Schülern konzipiert, gespielt und gedreht wurde. Erstaunlich professionell!

Aber zarte Gemüter seien gewarnt - es gibt "explizite Gewalt" und Blut zu sehen!

Under Spanish Arcades

Aug-28-2010

Written by Rainer Bublitz, arranged, played & produced by Rainer & Ulli; Vocals: Ulli

Es sollte nach "Mariachi-Band" klingen, und das stellte uns vor einige Probleme, denn so etwas hatten wir noch nie gespielt. Außerdem fehlte es uns an typischen Instrumenten, und wir mussten uns etwas einfallen lassen - so wurde die "Kukglocke" auf einer leeren Bohnendose gespielt. Aber immerhin handelte es sich um eine Chili-Bohnendose, war also doch halbwegs authentisch ... ;-)

Die Übersetzung des Chorus ins Spanische besorgte Ulli, der dann alles auch mit viel Herz sang



[Lyrics]

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[CandyHouse 2000]

So finster die Nacht

Jul-25-2010

"Låt den rätte komma in", Sweden 2008; Regie: Tomas Alfredson

So finster die Nacht

Das Vampirsein ist nicht das einzige schreckliche Geheimnis in Elis Leben

So finster die Nacht

Kann es für diese Romanze eine Erfüllung geben?

So finster die Nacht

Elis Tischmanieren sind gewöhnungsbedürftig

So finster die Nacht ist ein Vampir-Film, und die Hauptakteure sind zwei 12-jährige Kinder. Außerdem hat der Regisseur die Handlung von Transsylvanien in eine öde Wohnblocksiedlung des heutigen Schwedens verlegt.

"Du riechst komisch", stellt Oskar (Kåre Hedebrant) bei der ersten Begegnung mit seiner neuen Nachbarin, der irgendwie geheimnisvollen Eli (überragend: Lina Leandersson) fest. Und bald fallen ihm noch weitere Merkwürdigkeiten auf ...

Aber auch Oskars Leben ist kein Zuckerschlecken: Er lebt bei seiner Mutter und wird von Mitschülern gequält, sein Vater ist ein Säufer, der keine Zeit für ihn hat. Und so kommt es zu einer zarten und irgendwie unfassbaren, aber gleichzeitig auch unglaublich würdevollen Annäherung dieser beiden geschlagenen Außenseiter. Deren Glück aber durch die Tatsache bedroht wird, dass im Viertel immer mehr blutleere Leichen auftauchen. "Du musst ein bisschen werden wie ich", erklärt Eli, und Oskar steht vor einer schweren Entscheidung ...

So finster die Nacht ist definitiv nichts für Kinder, und auch empfindsame Erwachsene sollten einen großen Bogen um den Film machen. Während in "Nosferatu" und Bela Lugosis "Dracula" noch bloße Andeutungen einen wohligen Grusel erzeugten, geht dieser Film zur Sache und zeigt die Realität der täglichen Blutbeschaffung in äußerst drastischen Bildern. Und der Regisseur bringt die Geschichte mit großer Konsequenz zu einem zwar logischen, aber auch erschreckenden Ende, das garantiert, dass einem der Film so schnell nicht aus dem Kopf geht.

So finster die Nacht wurde auf verschiedenen Festivals ausgezeichnet, und das völlig zu Recht: Er erzählt eine ungewöhnliche Geschichte mit so großer Ernsthaftigkeit, dass die beiden Hauptfiguren auch in eigentlich grotesken Situationen ihre Würde nicht verlieren. Das geht oft unter die Haut.

Bewertung

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[Filme 2000 - 2009]

Maggie Mae

Jun-06-2010

Rod Stewart, 1970

Ein junger Mann verfällt älterer Frau und kommt nicht mehr von ihr los ... ist das nicht, wovon jeder Teenager träumt? Rod Stewart zeigt die Schattenseite: Die "ältere Frau" missbraucht ihn, um ihrer Einsamkeit zu entkommen, und der junge Mann suchte eigentlich nur Orientierung ("helping hand"), eine Mutter. Und jetzt ist er ein Liebhaber, der zwar ahnt, dass draußen das Leben auf ihn wartet und ihm viel mehr zu bieten hat. Aber er kann sich nicht mehr losreißen, verpasst die Schule und die Möglichkeit, in eine Rockband einzusteigen. Er ist verzweifelt, weil er sein Dilemma erkennt, und er reflektiert, dass es besser wäre, er hätte 'sie' niemals getroffen. Ausgang offen ...

Rod Stewart macht die Dramatik der Situation mit diesem (von ihm geschriebenen) Song unmissverständlich klar. Ohne künstlichen Pathos und mit so viel echter Seele, dass man erschauert. Und eigentlich gar nicht weiß, ob man diesen jungen Mann nun bedauern oder beneiden soll.

Ja, Rod Stewart war mal ein richtig Guter. Zuerst in der Jeff Beck Group, dann mit den Faces, und dann auf seinen ersten Soloalben. Aber dann entschied er sich, das Song-Schreiben aufzugeben und zu einem schmierigen Schnulzensänger zu verkommen. Schade, denn er hat ohne Zweifel eine der besten Stimmen des Rock überhaupt.

[Lyrics "Maggie Mae"]



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[Audio 1970 - 1979]

Che

May-30-2010

"Revolución & Guerrilla", Spain/France/USA 2008; Regie: Steven Soderbergh

Che Guevara

Das 4-Stunden-Epos 'Che' erschien in zwei Teilen: 'Revolución' und 'Guerrilla'

Steven Soderberghs 'Che' basiert größtenteils auf den Aufzeichnungen Ernesto 'Che' Guevaras. Er zeigt die erfolgreiche Revolution auf Kuba und Ches tragisches Scheitern in Bolivien.

Ich habe mir beide Teile des Films angesehen und aufgeschrieben, was mir auffiel:

[Che (Pt. 1: Revolución; Pt. 2: Guerrilla)]

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[Filme 2000 - 2009]

Mit Schirm, Charme & Melone

May-22-2010

"The Avengers", GB 1961 - 1969

Mit Schirm, Charme & Melone

Diana Rigg in der Rolle der Emma Peel war der Erfolgsgarant der Serie

Ich war 10 Jahre alt, als ich meine erste Folge von Mit Schirm, Charme & Melone sah. Anschließend war ich bis über beide Ohren in Emma Peel verliebt.

Aber wer war das damals nicht?

Ich habe mir die Serie noch einmal angeguckt, und natürlich ist Diana Rigg unbestritten immer noch eine unglaubliche Attraktion. Aber ich habe jetzt auch andere Qualitäten entdeckt, die die Serie klar aus der Masse der TV-Produktionen herausragen lassen. Auch in 2010 ist sie absolut sehenswert! Und Kult ja sowieso ...

Hier können Sie meine Eindrücke nachlesen:

[Mit Schirm, Charme & Melone]

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[TV-Kult]

Gran Torino

Mar-22-2010

"Gran Torino", USA/Ger 2008; Regie: Clint Eastwood

Gran Torino

Noch hat Walt sein Herz für die Nachbarn nicht entdeckt

Warum dieser Film vom Publikum und - zumindest teilweise - von der Kritik so hochgejubelt und sogar als Oscar-Anwärter gehandelt wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe ihn mir neugierig angesehen und konnte nichts Gutes finden. Die Geschichte um den Korea-Verteranen und "Rassisten" Walt Kowalski (Clint Eastwood), der der von ihm verachteten südasiatischen Familie im Nachbarhaus im Kampf gegen eine Jugend-Gang beisteht (und zuletzt - ACHTUNG SPOILER! - sogar sein Leben opfert), ist derartig verlogen, unlogisch und unglaubwürdig, dass es weh tut. Warum nimmt er die Einladung zur Familienfeier seiner Nachbarn überhaupt an?

Auch das Acting ist grottenschlecht und in einigen Szenen höchstens auf Schultheaterniveau. Und das gilt auch für Eastwood, der den alten Grantler mit der von ihm bekannten Stoik spielt, aber es nicht schafft, die Verwandlung zum Menschenfreund nachvollziehbar zu machen. Da nützt es auch nichts, dass Eastwood/Kowalski über weite Teile des Films seine Gedanken und Überlegungen leise - und nur fürs Publikum hörbar - vor sich her murmelt. Das ist nicht erhellend, sondern allenfalls verräterisch: Zeigt es doch, wie wenig Vertrauen der Regisseur selbst in seine mimischen Fähigkeiten hat. Die Dialoge passen sich mühelos an das Niveau der Schauspieler an, sie sind banal und manchmal geradezu peinlich.

Der unverzeihlichste Makel des Films aber ist zweifellos, dass er langweilig und vorhersehbar ist. Immerhin bietet er aber allen simplen Gemütern eine einfache, heroische Identitätsfigur, und das erklärt vielleicht seinen Erfolg.

Bewertung

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[Filme 2000 - 2009]

Aus dem Alltag einer Muster-WG

Mar-04-2010

Ein Nachruf

frau Katze

Frau Katze war eine sehr angenehme Mitbewohnerin

Ich habe eine traurige Nachricht zu verkünden ... Frau Katze lebt nicht mehr hier, sie ist umgezogen in den großen Katzenhimmel. Ihre letzten Tage in dieser Welt waren absolut friedlich, den Umzug verschlief sie. Sie war nicht krank, sondern einfach nur alt.

[Frau Katze II]

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[Frau Katze I]

Philip Catherine

Mar-03-2010

European Swing

Ich habe Philip Catherine in den 70ern und 80ern in verschiedenen Formationen live gesehen, und er hatte stets eine Rotweinflasche in Reichweite. Aber er swingte wie der Teufel! Technisch war er versiert, aber kein "Crack" wie Al Di Meola oder Larry Coryell. Aber er hatte diese lyrische Note, die sein Spiel mühelos über alle anderen Gitarristen seiner Zeit hob.

Ich war vernarrt in seine ersten Platten "September Man" (1974) und "Guitars" (1975), die streng genommen Jazz-Rock boten, aber eine typisch europäische Variante mit melodischem Ansatz und einer wundervollen melancholischen Aura.

Leider sind diese wundervollen Platten niemals auf CD erschienen, und die Vinyl-Fassungen sind unbezahlbar.

Zu meinem unfassbaren Glück habe ich jetzt bei youtube.com einen Radiomitschnitt von "Homecomings", dem besten und bekanntesten Track von "Guitars", gefunden! Was für eine Melodie, was für Harmonien!





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[Audio 1970 - 1979]

Die Braut trug Schwarz

Jan-30-2010

"La mariée était en noir", France/Italy 1968; Regie: Francois Truffaut

Die Braut trug Schwarz

Die Braut ist wunderschön, aber auch gefährlich

Eine Hommage an Hitchcock sollte dieser Film sein, aber unter diesem Gesichtspunkt scheitert er. Zwar ist die Musik von Bernard Herrman - der tatsächlich deutliche Hitchcock-Assoziationen hervorruft -, aber ansonsten erinnert nichts an Hitch. Es fehlt an Suspense und Abgründigkeit, den Figuren mangelt es an Tiefe, und sie werden dem Zuschauer auch nicht so nahe gebracht, dass er wirklich mitzittert. Es muss auch die Frage erlaubt sein, warum Truffaut die Chronologie der Ereignisse durchbricht und so den Zuschauer lange Zeit über die Hintergründe der Mordtaten im unklaren lässt. Das hat Hitch niemals getan, er hat den Zuschauer immer früh mit einbezogen.

Aber auch abgesehen von dem Anspruch, eine Hitchcock-Hommage zu sein, hat der Film mich nur leidlich überzeugt. Jeanne Moreau wirkt in der Rolle des Racheengels schablonenhaft und eindimensional und gibt der Figur keine Tiefe. Ganz besonders aber leidet der Film unter einem Plot-hole gigantischen Ausmaßes - er gibt nämlich keinerlei Hinweis darauf, wie "die Braut" die Identität der von ihr "heimgesuchten" Männer ermittelt hat.

Einer der schwächeren Filme Truffauts.

Bewertung

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[Filme 1960 - 1969]

Das Mädchen und der Kommissar

Jan-29-2010

"Max et les ferrailleurs", France/Italy 1971; Regie: Claude Sautet

Das Mädchen und der Kommissar

Noch ahnt Lily nicht, was für ein perfides Spiel Max mit ihr treibt

Der Film macht deutliche Anleihen beim film noir, verzichtet aber auf den Gestus der Coolness. Stattdessen werden die Motivationen der Akteure anhand der Handlung deutlich gemacht, und so erleben wir, wie die Geschichte um Kommissar Max (Michel Piccoli), der sich das Vertrauen einer Prostituierten (Romy Schneider) erschleicht, um einen Banküberfall zu provozieren, auf ein schockierendes, aber letzten Endes doch nur konsequentes Finale hinausläuft.

Sautet ist ein präziser Filmemacher, dem es - anders als seinen Kollegen des Neuen Französischen Kinos, wie z.B. Godard -, nicht um die Revolutionierung der Filmsprache, sondern um Authentizität der Figuren geht. Logiklöcher kann man bei ihm kaum ausmachen.

Piccoli agiert gewohnt souverän und zurückhaltend, Romy Schneider spielt die Rolle der nach außen abgebrühten, aber sehr verletzbaren Hure mit großer Glaubwürdigkeit.

Das Mädchen und der Kommissar läutete das neue Jahrzehnt, das noch viele innovative Filme hervorbrachte, würdig ein.

Bewertung

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